Natrium und Kalium

Das Verhältnis von Natrium zu Kalium ist überaus wichtig für den Wasserhaushalt des Körpers genauer gesagt für die Verteilung des Wassers im Körper. Kalium bindet Wasser in der Zelle, was zu einem erhöhten Zellvolumen führt. Eine optimale Versorgung der Zelle mit Wasser ist unbedingte Voraussetzung für alle Stoffwechselprozesse u. a. Fettabbau und Muskelwachstum. Natrium fungiert hier als Gegenspieler und bindet das Wasser außerhalb der Zelle. Führt man nun, was in der normalen, kochsalzreichen Ernährung des Deutschen die Regel ist, Natrium im Überschuss zu, muss der Körper versuchen, dieses Ungleichgewicht wieder auszugleichen. Schafft er das nicht, kann es zu Ödemen (Wassereinlagerungen in Gewebe) oder auch zu Bluthochdruck kommen. Einen Natriummangel gibt es in Deutschland nicht, außer im Bodybuilding wo es immer noch einige Unbelehrbare gibt, die versuchen völlig auf Natrium zu verzichten. Das sollte man nicht tun. Ein Sportler benötigt zirka 2-3g Natrium was ungefähr 6g Kochsalz entspricht, bei extremen Schweißverlusten auch durchaus bis zu 10g. Natrium wird benötigt für den Transport von Nährstoffen. Glucose (Traubenzucker) und Aminosäuren können nur im Darm aufgenommen werden, wenn gleichzeitig auch Natrium vorhanden ist. Außerdem ist Natrium nötig für die Reizleitung (also den Informationsfluss) in den Nervenzellen, was wiederum Voraussetzung für Muskelkontraktion ist.

Beim Kalium kann es schon eher zu einem Mangel kommen. Der Sportler braucht um die 5g. Kalium wird nicht nur wie oben beschrieben zur Regulation des Wasserhaushaltes benötigt, sondern ist ebenfalls Grundvoraussetzung für die Reizleitung im Nervensystem. Außerdem braucht man Kalium im Kohlenhydratstoffwechsel für eine geregelte Insulinausschüttung und besonders für das Auffüllen der Glycogenspeicher der Muskulatur. Ein Kaliummangel führt zu Muskelschwäche und kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Als Kaliumquelle eignen sich besonders Bananen, Kartoffeln, Reis und Pilze.

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