Biologische Wertigkeit bei Proteinsupplementen

biologische-wertigkeitDie Biologische Wertigkeit ist ein ziemlich theoretischer Wert und bezieht sich willkürlich auf Vollei mit dem Wert 100 als „optimale Proteinquelle“ für den Aufbau von körpereigenem Eiweiß. Viel wichtiger für das Einschätzen der Qualität eines Proteinsupplements ist jedoch die Zutatenliste. Hochwertige Inhaltsstoffe gewährleisten optimale Umwandlung in körpereigenes Protein ohne dass man dafür den Wert eines jeden Eiweißes und spezieller Eiweißkombinationen kennen muss.

In einem hochwertigen Mehrkomponenten-Protein haben folgende Eiweißquellen nichts zu suchen: Pflanzliche Eiweiße (einzige Ausnahme Soja, dessen biologische Wertigkeit mit Milcheiweiß vergleichbar ist und über 80 liegt) und kollagenes Hydrolysat (Bindegewebe, Gelatine mit einer biologischen Wertigkeit von 0). Besteht dagegen das Proteingemisch aus hochwertigen Komponenten wie Molkenprotein (Wheyprotein, Lactalbumin), Milcheiweiß (Casein) und Hühnereieiweiß (Egg Albumin) dann ist automatisch eine sehr hohe biologische Wertigkeit gegeben ohne dass man dafür den genauen Wert, der ja ohnehin nur theoretisch ermittelt ist, kennen muss.

Besonders häufig wird mit speziellen Proteinkombinationen geworben, die die biologische Wertigkeit erhöhen sollen z.B. der Kombination von Milcheiweiß und Weizeneiweiß. Das ist irreführend! Denn dazu müsste ein ganz genaues Verhältnis von (sehr wenig) Weizeneiweiß und Milcheiweiß eingehalten werden. Leider ist es aber so, dass das sehr teuere Casein einfach mit Weizeneiweiß (biologische Wertigkeit ca. 50) „gestreckt“ wird um die Produktionskosten gering zu halten und die biologische Wertigkeit eines solchen Gemisches nicht wie angegeben über 100 liegt, sondern damit deutlich auf 70 oder sogar noch darunter absinkt.

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