Die Warheit über MCT-Fette

mct-fettsaurenMCT-Fette waren vor einiger Zeit das absolute Modefett in der Fitnessbranche. Was ist daraus geworden? Was MCT-Fette im Rahmen einer kalorienreduzierten Diät so vorteilhaft erscheinen ließ, ist die Tatsache, dass diese Fette so gut wie nicht in die Körperfettdepots eingelagert werden.

Daraus wurde folgender Trugschluss abgeleitet: Wenn die MCT’s nicht in die Körperfettdepots eingelagert werden, dann kann man sie in der Ernährung ruhig in großen Mengen zuführen ohne „fett“ zu werden, oder umgekehrt wenn man in einer Diät auf MCT-Fette zurückgreift, hat man einen größeren Diäterfolg. Diese Theorien haben sich nicht bewahrheitet und zwar aus folgendem Grund: Die MCT’s werden zwar schlecht in die Körperfettdepots eingelagert, sie liefern aber genauso Energie wie die „normalen“ langkettigen Triglyceride. D.h. die darin enthaltene Energie wird im Körper zuerst zur Energiebereitstellung herangezogen. Was passiert dann mit den Kohlenhydraten und den Fetten die nun eben nicht mehr verbraucht werden können? Sie werden stattdessen in die Körperfettdepots eingelagert! Netto also überhaupt kein Unterschied.

Die einzig sinnvolle Lösung ist, die Fettzufuhr in der Ernährung generell zu überdenken, die Gesamtfettzufuhr unter Umständen zu reduzieren und auf die Qualität der Fette zu achten. Gesättigte Fette (tierische Fette) meiden und ungesättigte Fette verstärkt in die Ernährung einbauen. Besonders auf die Zufuhr von Omega-3-Fetten achten, was fast nur über Fischverzehr oder Supplementation von Fischölkapseln geht.

Unabhängig von einem Einsatz der MCT-Fette in der Diät wurden sie auch Sportgetränken für den Ausdauerbereich zugesetzt. Theorie dahinter, die Magenentleerung ist verzögert wenn eine hochkonzentrierte Kohlenhydratlösung zugeführt wird. Alternativ wurden die Kohlenhydratmenge in den Getränken reduziert und MCT’s als Energiequelle zugesetzt, was eine schnellere Magenentleerung und damit ein schnelleres Bereitstellen der Energieträger gewährleistet. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass kein glycogensparender Effekt durch die MCT-Fette erreicht werden konnte. D.h. die Ausdauerleistung konnte nicht verbessert werden.

Auch ergab sich das Problem der schlechten Verträglichkeit. Wenn man MCT’s in größeren Mengen zuführt, kommt es häufig zu Magen-Darmbeschwerden, zusätzlich wurde der Geschmack als schlecht bewertet. Zum Kochen und Braten sind MCT-Fette wegen ihrer Hitzeempfindlichkeit nicht einsetzbar. Worauf man außerdem achten muss, ist dass MCT’s keine der essentiellen ungesättigten Fettsäuren liefern und dass unter Umständen ein Mangel bei den fettlöslichen Vitaminen auftreten kann. Ein sinnvoller Einsatz dieser Fette, ist z.B. bei Menschen mit krankheitsbedingten Störungen in der Fettverdauung.

Ein Gedanke zu „Die Warheit über MCT-Fette

  • 10. Juni 2012 um 23:01
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    Klingt ja alles ganz toll, nur wären Quellenangeben von seriösen, wissenschaftlichen Untersuchen überzeugender.

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