Spironolacton
Spironolacton ist ein Diuretikum. Dieser Wirkstoff fördert die Wasserausscheidung, ohne dass es zu einem Kaliumverlust kommt.
Nebenwirkungen Spironolacton: Außer Muskelkrämpfen, Schwindelgefühl und Erbrechen sind Magenbeschwerden, Durchfall sowie niedriger Blutdruck bekannt.
Fitness: Spironolacton wird eingesetzt zur Gewichtsreduktion oder um die Definition der Muskulatur zu verbessern. Im Gegensatz zu Furosemid handelt es sich aber bei Spironolacton um ein nicht so stark wirkendes Diuretikum, das kaliumsparend ist. Der Wirkstoff erhöht die Ausscheidung von Wasser und Salzen, hält aber das Kalium im Körper. Im Fitnessbereich wird der Wirkstoff überwiegend in einer Tagesdosis von 25 mg mit einer Dauer von bis zu vier Wochen eingesetzt. Bei dieser Dosierung ist kaum mit negativen Begleiterscheinungen zu rechnen.
Bodybuilding: Spironolacton kommt bei Wettkampfathleten wieder verstärkt zum Einsatz. Im Gegensatz zu früheren Behauptungen wird die Einnahme von Spironolacton schon in der Regel drei bis vier Wochen vor dem Wettkampftag gestartet. Üblicherweise beginnen die Athleten in der ersten 4 Woche mit 25 mg täglich. Die Dosis wird in den darauffolgenden zwei Wochen auf 50 mg/Tag gesteigert. In der letzten Woche vor dem Wettkampf erhöhen die Athleten nochmals um 50 mg auf insgesamt 100 mg pro Tag, um mit bis zu jeweils 150 mg täglich an den letzten beiden Tagen vor dem Wettkampf die bestmöglichsten Ergebnisse in Bezug auf die Muskeldefinition zu erzielen. Besonders zu beachten ist bei dem Einsatz von Spironolacton eine Eigenschaft, die charakteristisch für diesen Wirkstoff ist. Er hält das Kalium im Körper zurück, während Wasser und Natrium vermehrt ausgeschieden werden. Das bedeutet, die oft von Bodybuildern bevorzugte Einnahme von Kaliumpräparaten, um das Kalium-Natrium-Verhältnis im Körper positiv zum Wettkampftag zu beeinflussen, kann hier lebensgefährlich werden. Deshalb sollte eine zusätzliche Kaliumzuführung ausgeschlossen werden.
Frauen: Bei Frauen erfreut sich Spironolacton großer Beliebtheit. Die Milde des Wirkstoffes lässt eine etwas längere Einnahmedauer zu, ohne dass die Angst auf Nebenwirkungen groß sein muss. Die tägliche Dosis von 25 mg dieses Wirkstoffes hilft, beträchtlich an Gewicht zu verlieren und eine Wasserspeicherung im Körper zu reduzieren. Mehr als drei Wochen sollte die Einnahmezeit aber nicht überschreiten, da sich den Erfahrungen nach die Wirkung dann minimiert. Zu erwähnen ist, dass Spironolacton nicht zur Fettverbrennung beiträgt, was fälschlicherweise aufgrund der Gewichtsreduktion durch den Wasserverlust oft angenommen wird.
Verbreitung: Spironolacton ist in einer Vielzahl von Präparaten enthalten. Das bekannteste ist Aldactone, das es jeweils mit 50 Dragees in den Stärken 25 mg, 50 mg, 75 mg und 100 mg rezeptpflichtig in den Apotheken gibt. Neben vielen anderen gleichwertigen Präparaten fällt noch die Kombination der Wirkstoffe Spironolacton mit Furosemid auf. Die Handelsform Spiro comp.- ratiopharm beinhaltet zusätzlich das stärker entwässernde Diuretikum Furosemid und ist von der Wirkungsweise auch eher dem stärkeren Furosemid zuzuordnen.